Zu schön, um wahr zu sein?!

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Jeder von uns kennt die Redewendung „Das ist zu schön, um wahr zu sein!“. Hiermit drücken wir Zweifel an Dingen aus, die wir für unwahrscheinlich, ja vielleicht sogar unmöglich halten. Wenn wir als Gemeinde über Ostern wieder intensiv über den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus reden und hören, denken viele Menschen in unserer Gesellschaft vielleicht genauso über die Botschaft der Auferstehung Jesu von den Toten: „Zu schön, um wahr zu sein!“.

 

Als der Apostel Paulus um ca. 55 n.Chr. wegen seiner Verkündigung von Jesus in Gefangenschaft ist, bekommt er Gelegenheit sich vor dem Herrscher Herodes Agrippa II. zu verteidigen und stellt ihm eine Frage, die auf das Gleiche zielt:

„Warum wird es bei euch für etwas Unglaubliches gehalten, wenn Gott Tote auferweckt?“

Die Menschen zur Zeit Jesu und kurz danach waren alles andere als leichtgläubig! Auch ohne moderne Wissenschaft erwiesen sich die Menschen als skeptisch, besonders bezogen auf die Auferstehung von Toten. Auch wir tun heute gut daran, nicht alles ungeprüft zu übernehmen, sondern die Fakten und Indizien zu prüfen. Hast Du das auch schon bezogen auf die Auferstehung Jesu gemacht? Die von Paulus und den anderen Aposteln und Nachfolgern Jesu verkündete Botschaft seiner Auferstehung von den Toten war nicht bloße Spekulation!

 

Paulus berichtet von einer Erscheinung des auferstandenen Jesus vor über 500 Männern, von denen zu seiner Zeit viele noch lebten und befragt werden konnten. Die Berichte der Evangelien über die Auferstehung sind voll von Details, welche die Glaubwürdigkeit stärken und auch heute noch durch historische Ausgrabungen durchgehend bestätigt werden. Wir lesen dort auch von zweifelnden Aposteln, welche anschließend von der Wahrheit der Auferstehung überzeugt waren.

 

Die Apostel waren derart überzeugt, dass sie ihr ganzes Leben bis hin zum Märtyrertod für die Botschaft des auferstandenen Jesus hingaben! Sie waren bereit dafür in Gefangenschaft zu gehen, Hunger und Verfolgung zu erleiden und sogar durch Schwert, Steinigung oder Kreuzigung qualvoll zu sterben! Für eine Lüge oder zweifelhalte Botschaft stirbt man nicht freiwillig, weder heute noch damals. Die Botschaft der Auferstehung war für die Nachfolger Jesu jedoch nicht „zu schön, um wahr zu sein“, sondern Wirklichkeit und Motivation für ihre Hingabe!

 

Die Auferstehung Jesu ist der Kern des christlichen Glaubens und nicht weniger als der Wendepunkt der Geschichte. Jesus ist nicht bloß als ein Kind auf die Welt gekommen (Weihnachten) und dann stellvertretend für die Sünden der Menschen gestorben (Karfreitag), sondern auch für die Rechtfertigung der Menschen auferstanden (Ostersonntag), die an dieses Erlösungswerk glauben! (Römer 4,24-25)

 

Paulus führt in 1.Korinther 15,14-19 sogar den Gedanken aus, dass ohne Auferstehung Jesu der christliche Glaube ohne Inhalt ist und Menschen immer noch in ihren Sünden verloren sind. Paulus wusste also um die Zentralität der Auferstehungsbotschaft, mit welcher der christliche Glaube steht oder fällt.

 

Natürlich kann man die Auferstehung und den christlichen Glauben nicht allein über Logik beweisen, doch die Indizien zeigen eine fundierte Glaubwürdigkeit auf und alternative Erklärungen für das leere Grab sind mehr als unplausibel und gründen sich auf zahlreichen Spekulationen. Aufgrund dieser Glaubwürdigkeit glauben auch heute Menschen unterschiedlichster Prägungen, auch führende Wissenschaftler, an die Wahrheit der christlichen Botschaft und besonders der Auferstehung.

 

Paulus wusste um die Tragweite der Botschaft des gestorbenen und auferstandenen Jesus, welche er auch Agrippa bezeugte. Seine Botschaft deckte sich mit dem Alten Testament und würde Juden wie auch der ganzen Welt Licht und Hoffnung verkünden, eben durch die Auferstehung Jesu:

Da ich nun Beistand von Gott erlangte, stehe ich bis zu diesem Tag und bezeuge Klein und Groß – indem ich nichts sage außer dem, was auch die Propheten und Mose geredet haben, dass es geschehen werde –, dass der Christus leiden sollte, dass er als Erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte, sowohl dem Volk als auch den Nationen. (Apg 26,22–23)

 

Wieso sollte es einem Gott, der das Universum und alles Leben geschaffen hat, unmöglich sein Tote zum Leben zu erwecken? Wieso wird es bei dir vielleicht noch für unmöglich gehalten? Wieso denken wir, dass es „zu schön ist, um wahr zu sein“?

 

Komm‘ gerne mit uns ins Gespräch über die Botschaft von Ostern und prüfe die Glaubwürdigkeit der Auferstehungsbotschaft! Das hält sie aus, weil sie eben nicht zu schön ist, um wahr zu sein! In ihrer Wahrheit liegt die Schönheit und Hoffnung auch meines Glaubens an den auferstandenen Jesus.

 

Literaturempfehlungen

  • Timothy Keller – Warum Gott?
  • Rebecca McLaughlin – Kreuzverhör
  • Stephan Lange – Begründet glauben
  • Josh MacDowell – Die Fakten des Glaubens
  • C.S. Lewis – Pardon, ich bin Christ

Marcel Mainka, Jugendleiter

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