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Die Sprüche, die wir Menschen andern zusprechen, um sie zu ermutigen, lauten z.B.: „Kopf hoch“, „Alles wird gut“, „Wir schaffen das schon“ oder noch viele andere Sätze. Aber: Ist das genug Optimismus für 2026? Aus der Politik hören wir Zusprüche wie: „Wenn wir an das neue Jahr denken, lasst uns nicht auf Angstmacher und Schwarzmaler hören.“ Und tatsächlich: Wir haben genug Herausforderungen im Jahr 2026 – viele wirtschaftliche und soziale Herausforderungen – da könnte man schnell resignieren. Wird die Ablösung des Bürgergeldes durch die Grundsicherung die Probleme lösen? Ist es möglich die Kriege im Sudan, Äthiopien, Gaza und der Ukraine zu beenden? Können wir ohne Angst leben? Auch den Johannes auf der Insel Patmos wird die Sorge um die Gemeinde Jesu begleitet haben. Hatte Gott mit der Vision der zukünftigen Tage vor, Johannes angesichts des kommenden Gerichtes Gottes noch mehr zu ängstigen?
Nein - das Buch Offenbarung ist eine Hoffnungsbotschaft. Egal was in der Welt geschieht: Gott hat das letzte Wort;
ER hält alles in der Hand; Es geschieht nicht mehr, als er zulässt. Und tatsächlich, der Höhepunkt der Worte der Offenbarung ist unser mutmachender Jahresvers: Offb. 21,5 Und der auf dem Thron saß, sprach:
Zwei Dinge fallen mir bei dem Jahresvers gleich auf – die unvorstellbare Macht Gottes und die andere Seite der Neuschöpfung. Unvorstellbares geschieht: Zuerst spricht Gott dieses Wort in Offb. 21,5, dann soll Johannes es aufschreiben und im nächsten Moment sagt er: „Es ist geschehen.“ Hat Gott sich für die Schöpfung 7 Tage Zeit genommen, geschieht hier die Neuschöpfung in einem Moment. Gottes Macht, während der Schöpfung der Welt Neues zu erschaffen sprengt schon mein Vorstellungsvermögen, wie viel mehr erst dieser zukünftige Augenblick. Andererseits erinnert der Jahresvers Bibelkenner an einen Vers im 2. Korintherbrief,
der den Glaubensbeginn folgendermaßen beschreibt:
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!
2. Kor. 5,17
Der Vers ist wohl verständlicher übersetzt, wenn es heißt: … „das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“ (oder: Neues hat begonnen).
Ein Mensch, der durch das Gebet um Sündenvergebung durch Jesus eine persönliche Beziehung zu Gott bekommen hat und anschließend feststellt, dass noch nicht alles Neu ist, dass noch viele Kämpfe da sind, dass unser Körper so zerbrechlich ist – für den ist der Inhalt vom Jahresvers wie die zweite Seite einer olympischen Medaille:
Gott, der die Macht hat durch Jesus Christus unser Innerstes zu erneuern, der hat auch die Macht, eines Tages unser Universum und auch unseren Körper zu erneuern – dann ist wirklich alles NEU geworden.
Für mich sind diese Worte Gottes „Siehe, ich mache alles neu!“ viel mehr Zuspruch und Hoffnung als Sätze wie „Kopf hoch“, „alles wird gut“ bei denen wir doch alle genau wissen, dass alles auf dieser Erde nie gut wird. Kennen Sie das Versprechen Jesu gleich einen Vers weiter? Jesus sagt dort:
Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst!
Offb. 21,6
Ich persönlich möchte dieses in die Welt hinausrufen – wenn jemand da ist, der diesen inneren Durst kennt, den Durst nach Liebe, den Durst nach einem Sinn im Leben, den Durst nach Vergebung – dann dürfen wir alle zu Jesus kommen. Er stillt den inneren Durst, er nimmt die Angst weg, er gibt ewiges Leben. Und wie? Indem wir zu ihm kommen und ihm unser Leben anvertrauen.
Willi Schmidt ECG Kachtenhausen
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